Mittwoch, 17. April 2024

Exploring the BVIs Part2

Sunset Anegada



12.3.2024

Am Morgen beschließen wir in Richtung der Insel Angeada aufzubrechen. Ein Eiland, auf das wir uns schon sehr freuen. Leider sieht die Windprognose nicht allzu vielversprechend aus, da uns der Wind natürlich auf die Nase wehen wird. Anfangs noch recht kräftig, danach aber abflauend. Der Plan sieht also vor bis zu Insel Guana zu motoren, um danach hart am Wind in Richtung Anegada zu segeln. Die etwas über 30sm gestalten sich als ziemlich langwierig. Endlich bereit zum Segelsetzen schläft der Wind dann wie erwartet ein und wir kriechen im Schneckentempo, dafür mit Groß, Genua und Stagsegel gen Anegada, wo wir am Abend unseren Anker werfen.

ANEGADA:

Tags darauf wechseln wir in die Hauptankerbucht. Anegada selbst ist an seiner höchsten Stelle etwas 10m hoch, da die Insel selbst nicht vulkaischen Ursprungs ist. Unser Ziel für diese Insel ist es Kiten zu gehen, da die Strände von unseren Recherchen her wirklich einmalig sein sollen. Als Insel Taxler fungiert "Mr Brad", so möchte er genannt werden, welcher die Besucher von der Westseite auf die Ostseite kutschiert, wohlgemerkt gratis. Da er für den wunderschönen, aber auch teueren Anegada Beachclub arbeitet wohl auch verständlich.  Der Kitesport bei "Tommy Gaunt´s Kitestaion" ist einfach atemberaubend. Wellen von 3-4m krachen an das vorgelagerte Riff. Dahinter befindet sich eine traumhafte Lagune mit kristallklarem Wasser, welche sich über die gesamte Ostseite der Insel erstreckt. 

Wir lernen tolle Menschen kennen (vorrangig Amerikaner), wir leihen uns Dirtbikes aus, um die Insel zu erkunden, beobachten Flamingos, gehen kiten. Rundum, wir beide sind uns enig, dass dies derzeit eines der Highlights auf unserer BVIs Entdeckungstour ist. Gut, billig geht anders, dafür kein Massentourismus, freundliche Menschen wohin man geht und einmalige Strände. Ich denke hier kommt nur ein gewisser Schlag Urlauber her, welcher die Strapazen auf sich nimmt, um hier eine gute Zeit zu verbringen. Auch bei der Kitestation begrüßt man uns herzlich. 

Ein kurzes Beispiel, wie entspannt hier alle sind:

Man sagt uns, wir können unsere Kiteausrüstung in der Station lagern. Natürlich ist keiner mehr da und wir fragen an der Bar. Die Kellnerin meint einfach nur, wir sollen reingehen und unser Kitezeugs verstauen. "Das passt schon so, es ist hier sehr friedlich auf der Insel." engegnet sie uns. 

Letztendlich stellt sich auch noch heraus, dass wir keinen Cent dafür bezahlen müssen. Wir lassen es uns aus Höflichkeitsgründen nicht nehmen, einen Obolus zu hinterlegen. 

Einsame Strände....







Wunderschöne Lagunen...


Flamingos


Toys for Boys


Mittagspause


break with a view

Cheers



Fazit: 

Anegada mag etwas polarsieren. Wer vielfältige Vegetation sucht, ist hier etwas fehl am Platz, da die Insel ziemlich karg erscheint. Wer hier bummeln möchte ist hier fehl am Platz. Es gibt zwar soetwas wie eine Inselhauptstadt aber wenn man bemerkt, dass man mit dem Motorrad in den Ort einfährt, ist man auch schon wieder draußen. ;)

Wer aber Traumstrände, entspannte Locals, und urige Unterkünfte sucht, dem wird Anegada bestimmt gefallen. Leider haben wir es nicht zur "Conch Shell Island" geschafft, einer Insel welche rein aus Meeresschneckenhäusern (Conch shells) besteht, welche die Fischer ausnehmen und dort auftürmen. Einfach mal googeln ;)


16.2.2024

Zane turns 40!

Auf nach Spanish Town


Bereits auf St. Marteen habe ich mit meinen australischen Freunden, Zane und Frankie, von der Sea Thyme vereinbart, uns zu Zane´s 40er auf den BVIs dazu zu gesellen. Mit dabei sind auch Mikey und Denisa, ein rumänische Päärchen von der Samsara. Wir machen uns also daran Anegada zu verlassen, haben eine tolle Fahrt nach Spanish Town, wo wir gleich mal von Andi und Silvia zum Kaffee, Bier und Kuchen eingeladen werde. Wie klein die Welt doch ist. Danach verbingen wir unvergessliche Momente im "Coco Maya". Zugeben , nich gerade meine Preiskategorie, aber man darf sich auch mal was gönnen. Die Location und das Essen (Asean fuison kitchen) sind einmalig. Das Essen wird im Tapas style eingestellt und zwischen den Gängen bleibt immer wieder Zeit, Riesejenga oder Cornhole zu spiele. Das Ganze gipfelt mit hitzigen Bierpongpartien zum Sunset direkt im Lokal. Mikey und Denisa haben ihr Boot derweil in eine Partylocation samt Geburtstagsdeko umfunktioniert und so wird zur Überraschung von Zane nocht ausgiebig auf der Samsara gefeiert. Rundum ein einmaliger Tag mit viel guten Vibes. Da lässt sich das "Nudelauge" am nächsten Tag doch verschmerzen. 

Beerpong with a view

Coco Maja

Happy Birthday Zane

The Bath´s - Cooper Isalnd - Salt Island. 

Etwas müde beschließen Michael und ich am nächsten Tag unseren Ankerplatz 2sm südwärts zu verlegen. Die berühmten Baths´s stehen am Programm. Kurzum "Steinnockerl" zum durchwaten und durchschwimmen. Ich nenne es einen "Detoxtrail" der angesichts des Vortages wirklich notwenig ist. Für die 3$ Eintritt gibts aber auch wirklich viel zu entdecken. Ein Muss, wenn man dort ist. 

Tags darauf geht es unter Segeln zuerst Richtung Cooper Island, wo sich nur ein Resort darauf befindet, welches sogar eigenes Bier braut. Also mal die Location auschecken. Die Anlage ist wirklich wunderschön, aber auch wie alles andere hier, eher was für den dickeren Geldbeutel. Natürlich müssen wir auch das lokale Bier testen und stellen fest, dass die 9$/Bier nicht die beste Investiotion waren. Wir schnorcheln bei ugemütlicher Dünung, entdecken Unmengen an Fischen, ja sogar einen Hummer. 

Nun geht es weiter in Richtung Salt Island einer unbewohnten Insel. Sie war dafür bekannt, dass Queen Elizabeth II an ihrem Ehrentag ein Pfund Salz von eben jenem Ort erhielt und das auch noch zu Zeiten, wo die Insel selbst nichtmehr bewohnt war. Eine Besichtigung des im Westen der Insel auf Grund liegendem Wracks eines Dampschiffs darf  natürlich nicht fehlen. 

Highlight des Tages: 

Ein herrenloses Charterschiff wird von Motorbootfahrern in die Bucht gebracht. Wir Andy hilft noch den Anker zu werfen und wir grübeln, wo denn die Crew sein könnte. Kurzum, es stellt sich heraus, dass sich das Boot auf der Nachbarinsel vom Ankerfeld löste und die Crew selbst davon nichts mitbekam. Ein Aufgebot an US Coastguard und Abschleppdienst macht sich breit und wir Sitzen mit Andy in unseren Dinghys und frönen dem Schauspiel bei einem kühlen Blonden. Ende gut alles gut, genießen wir auch noch ein Abendessen in unseren "Radiergummis" und der Abend endet mit einem Lagerfeuer am Strand. 

Tags darauf genießen wir noch die Aussicht von der Insel, gönnen uns eine Kokosnuss, welche zugegebenermaßen mäßig im Geschmack ist und verabschieden uns von der Firefly. Ab nun gehen wir getrennte Wege, da sich die beide über die Bahamas in Richtung ICW (Intracoastal Waterway) machen. 

Auch für uns heißt es heut Abschied von dieser schönen Gegend zu nehmen, da wir zumindest ein Wetterfenster mit halbwegs brauchbaren Gegenwind haben. 

Also auschecken, noch kurz chillen und los geht die Schleichfahrt in Richtung Anguilla. 

Schleichfahrt trifft es gut. Kaum mehr als 3 Knoten stehen am Tacho, dafür segeln wir. Wir erreichen Anguilla tags darauf kurz vor 1600 Uhr nach gut 23h Fahrt. 


The Bath´s





Wo sind die Glücksbärchis, wenn man sie bracht

Cooper Island

Salt Island

Salt Island

Salt Island


Rückweg nach Anguilla

ANGUILLA:

Sunrise Richtung Anguilla

Von den BVIs kommend, erwarten wir uns von Anguilla nicht sehr viel, dennoch wollen wir dem Ganzen eine Chance geben. Leider ist es uns nur gestattet in der Roadbay zu ankern. Will man wo anders ankern, muss man ein Cruising Permit beantragen, welches von Mitternacht bis Mitternach gilt und für mein Boot stolze 41$ kostet. Möchte man also Übernachten, steht gleich die doppelte Gage zu Buche. Das ist es uns dann doch nicht wert. Die Bucht selbst ist eigentlich ziemlich cool. Wir ankern auf 2,5m Sandboden, umsringt von unzähligen Schildkröten und sogar einen Rochen bekommen wir zu Gesicht. 

Elvi´s Beachbar

Legendär ist auch unsere Einkauf beim hiesigen Laden. Großmutter schläft, der Enkel am Schoß, das Kinderprogramm im Fernseher schon von der Straße aus hörbar. Großmama erwacht aus ihrem Träumeland und auf den Kommentar hin, dass sie immer Milwaukee´s trinkt, gönnen wir uns eine paar Dosen Bier und Großmutter tut recht damit, denn es schmeckt ausgezeichnet. Tags darauf, steh Elvi´s Beachbar am Programm. Um 1600-1800 gibt es da Bier, Margeritas, Rumpunchs und Nachos zum halben Preis. Elvis selbst ist ein Unikat, die Rumpunchs die besten die ich bis dato getrunken habe und die Nachos mit Pulled Pork, Cream cheese, Jalapenos usw ein Gedicht. Ein muss, wenn man dort ist. 

Auch wenn für uns Anguilla seglerisch nichts hergibt, ist es eine Reise wert, da der CheckIn unkompliziert und obendrein kostenlos ist! Gerne wieder!!!


All comes to an end:

Für unsere letzt Nacht auf See entscheiden wir uns nach Pinel Island (im Norden von St. Marteen) zu fahren. Mühsames Aufkreuzen gegen Wind, Wind, Welle und Strom verlangen uns doch einiges ab. Leider müssen wir feststellen, dass die Beachbar bereits schließt und wir kein Bier mehr haben. Wie von der Tarantel gestochen entscheiden wir uns zum Sunset noch in die 2sm entfernte Orient Bay zu verholen, da es dort einen Supermarkt gibt. Wir sagen uns selbst, dass sollch eine tolle Zeit nicht einfach damit enden kann, dass wir nichtsmehr zum Anstoßen haben. Ende gut alles gut genießen wir unser letztes Ankerbier auf See. Am nächsten Morgen setzen wir nochmals über zur Pinel Island, einer kleinen Insel mit wunderbarem Strand und toller Beachbar. 

Pinel Island

Am Nachmittag geht es dann wieder in Richtung Marigot, wo ich in der Marina Fort Louis eine Liegeplatz für die kommenden 10 Tage gebucht habe.  Es endet, wie es angefangen hat, nämlich mit "Ripperl" bei "Orgasmic Ripps Shack".

Der Absacker wird noch in einer Bar namens Dinghy Dock genommen und so geht eine tolle Zeit mit meinem alten Schulfreund zu Ende. Vor seinem Abflug tags darauf, darf natürlich ein Besuch des bekannten Maho Beach nicht fehlen. 

Vielen dank Michael für deine Großzügigkeit und die tolle Zeit. 

Skippy


Samstag, 6. April 2024

Heimatbesuch die 2te - Expolring the BVIs -Teil 1

Marigot Bay


Am 5.3.2024 ist es soweit. Mein alter Schulfreund Sölle Michael stattet mir einen Besuch ab und wir werden die kommenden 3 Wochen die British Virgin Islands besuchen. 

Gleich mal im Taxi ein Handy liegen lassen, wird uns gezeigt, wie freundlich die Leute hier alle sind. Mit der Beschreibung, dass es sich um einen weißen Bus handelt, telefonieren die Locals herum und siehe da, unser Fahrer wird ausfindig gemacht und das Smartphone landet wieder bei uns. 

Tags darauf geht es raus in die Marigot Bay. Proviantieren steht am Programm und dazu geht es zum 15min entfernten Super U. Gott sei Dank bietet der Laden einen Lieferservice an - Nobel Nobel.


Am nächsten morgen wird dann die Lieferung in Empfang genommen und da erreicht mich auch schon der erste Schock. 

Bei der Dinghyfahrt zum Boot stelle ich fest, dass der Specht an einer anderen Boje hängt. Kurzum, ich habe anscheinend die Klampe schlecht belegt und dabei hat sich der Specht verselbstständigt. Vielen Dank dem Skipper eines Kats aus Bonaire, der mein Zuhause spontan an einer anderen Boje vertaute. Ich sage immer wieder: "Dinge gibt es, die gibt es nicht." Nicht auszumachen, was passiert wäre, wenn das Boot herrenlos durch das Bojenfeld getrieben wäre. Ende gut alles gut, aber ab jetzt immer 2 Leinen raus und nochmals checken. 


Am Nachmittag geht es dann los. Die Windprognose für die kommenden 20h sieht recht vielversprechend aus. Bis 15kt aus Ost, es ist also angerichtet. Am 7.3. um 1600 Uhr starten wir also auf die gut 90sm bis nach Spanish Town auf der Insel Virgin Gorda. 

Die Genua ausgebaumt, den Windpiloten eingestellt, mache ich mich dran, das Curry zu kochen. Just als es fertig ist macht es "Klong" (die Dose ander Angelschnur knallt gegen das Gelcoat) und Aufregung macht sich breit. 

PETRI, ein wunderbarer Großaugentuna liegt ein paar Minuten später im Cockpit. Aufgrund der unruhigen Bedingungen und der Tatsache, dass das Essen bereits fertig ist und die Sonne bereits untergeht wird der Fisch grob filetiert und in den Kühlschrank gepackt. 


Fang des Tages

Anglerglück


Petri

Die Nacht verlauft entspannt mit etwas wenig Wind, sodass wir um 0245 auf das Leichtwindsegel wechseln. 


Positiosbericht 8.3. 1000UHR:

18°31´N 64°09`W - Bewölkung 1/8 - OSO 3 - 1020hPa - 20sm to go. 


Ab 1200 starten wir den Motor zur Unterstützung, um 1400 bergen wir das Segel und um 1503 fällt der Anker vor Spanish Town. Einklarieren, Fisch filetieren, danach eine mächtige Protein/Omega 3 Party und mal Schlaf nachholen. 

Woodpecker vor Spanish Town
Proteinparty Teil 1

09.03.2024

Als erstes geht es zum kleinen Eiland George Dog, nordwestlich von Spanish Town. Wirklich ein netter Ort mit kleinem Strand. Genau richtig für eine Mittagspause.

George Dog



Die Nacht selbst verbringen wir in der Lagune zwischen Eustatia Island und Prickly Pear Island. 3m Sandboden geschützt von Riffen lassen uns ruhig schlafen. Zuvor segelten wir an Mosquito sowie Necker Island vorbei. Necker Island selbst ist im Besitz von Sir. Richard Branson, der die Insel in den 70ern für gerade mal 180 000 USD erstanden hat. Darauf befindet sich ein Resort, welches von ausen kaum sichtbar ist und sich wunderbar in die Landschaft einfügt. 

Die 14 Bungalows samt 50 Bediensteten kann man für schlappe 50 000USD pro Woche mieten. Perfekte Location für einen Firmenausflug also. 


10.3.2024

Schon am Vorabend sehen wir gleich gegenüber die Beleuchtung des Saba Rock, einem Felshaufen, welcher zu einer Gastroinsel umfunktioniert wurde. Wir ankern dicht am Ufer und tuckern mal mit dem Dinghy dorthin. Wie erwartet gestaltet sich das Preisniveau eher nicht nach unserem Sinn, dennoch lassen wir es uns nicht nehmen, uns zwei Bier einzuverleiben und die Szenerie auf uns wirken zu lassen. Prädikat: "Muss man gesehen haben"

Saba Rock

Malerischer Ankerplatz


very british
Postkartenmotiv

Am frühen Nachmittag dann geht es gemächlich in Richtung der Hauptsinsel Tortola, vorbei an der Scrub Marina (auch was für die oberen 10 000) und dem Flughafen in Richtung Guana Island. Uns begrüßt ein wunderbarer Sandstrand. Um 1852 werden wir auch noch Zeuge eines "Once in a Lifetime" Erlebnisses. Ein greller Punkt mit Schweif macht sich am Abendhimmel bemerkbar. 
Es scheint sureal, wirklich und wir meinen zuerst Zeugen eine Meteoriteneintritts zu sein. Später stellt sich heraus dass es sich dabei um den Start einer Space X Rakete in Florida handelt. Die Tatsache, dass die kurz zuvor untergegangene Sonne den Schweif bescheint, macht die ganze Geschichte zu einem einmaligen Erlebniss.  Grundsätzlich sind auf den gesamten BVIs Bojen ausgelegt. 

Scrub Marina

Space X - Rocketlaunch

Rot: Boje kann im Netz vorreserviert werden - 55USD

Weiß: First come first serve - 30-40USD

Weiß mit Streifen: Tagesboje (meist an Tauchspots) - gratis aber Übernachten nicht erlaubt. 


Das tolle an der ganzen Sache ist aber, dass das Ankern immer gedultet wird. Das schont also die Bordkassa. 


11.03.2024:

Auf der Agenda stehen Sandy Cay und White Bay auf Jost van Dyke Island. 

Der Schwache Wind zwingt uns zu motoren, dennoch fällt uns auf, dass das gesamte Gebiet der BVI gut von einem Korallenürtel geschützt ist. Das hat zur Folge, dass sich das Meer hier eher nach Adria anfühlt, da die große Atlantikdünung ausbleibt. Stattdessen gibt es eher eine kurze kabbelige See. 

Auf Sandy Cay angekommen werden wir zum ersten mal so richtig von den BVIs in den Bann gezogen, gilt es doch als eines der schönsten Reviere der Karibik. Postkartenaufnahmen samt Bier am Strand folgen. Ein wirklich magischer Ort.

Wasserqualität stimmt

Sandy Cay

Sandy Cay

So geht Karibik

Sandy Cay

Am Nachmittag geht es dann weiter in RIchtung White Bay. Die wohl hochtouristische Bucht soll auch sehr schön sein. Zudem gibt es dort die Soggy Dollar Bar, wo in den 70ern der Cocktail "Painkiller" erfunden wurde. Klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen wollen. 

Wir finden einen guten Ankerplatz. Entgegen vieler Meinungen finden wir die Soggy Dollar Bar nicht so toll und entscheiden uns danach für "Gertrudes´s Beach Bar". Ja, ihr lest richtig. 

no words needed


Die Zubereitung eines Painkillers läuft dabei folgenderaßen ab:

Nach der Bestellung gibt es zwei 0,5 Becher mit Eis, eine Flasche Rum, eine Flasche Mix und Ricky der Barmann meint: "Just mix as you like". Nun ja 3 Painkiller später ist der Weg zurück zum Boot etwas beschwerlicher. ;)


Fortsetzung folgt...


Ja es gibt mich noch - St. Marteen 1

 Zeitsprung in die Vergangenheit. 

Es ist der 25.2.2024 0900. Ich setze das Vorsegel und los geht die Fahrt in Richtung St. Marteen. Nun ja flott unterwegs bin ich nicht, aber es ist angesichts des Schadens auch verständlich. Um das Rigg nicht zu strapazieren, verzichte ich auf das Großsegel. So geht es mit etwas mehr als drei Knoten Fahrt dahin. Am Abend zum Sonnenuntergang passiere ich die Insel Antigua. Es ist herrlich, sanft gleitet der Specht bei mäßiger Welle in die Nacht hinein. Den kurzen Internetempfang nutze ich für Social Media und einen Wettercheck. Zweiteres verspricht wie erwartet wenig Wind und die eine oder andere Schauerzelle in der Nacht.



Im Windschatten von Antigua ist dann um 1952Uhr schluss mit Segeln und die Dieselthermik  muss ran. Leider arbeitet der Jokl bis kurz nach 0100Uhr, als sich wieder etwas Wind einstellt. Die restliche Nacht ist geprägt von einigen Schauerzellen, wobei ich von einer getroffen werde. Leider bringen sie nicht die erhofften Winde mit, sodass ich um 0316 wiederum den Motor starte.

Abendstimmung auf Woodpecker

Positionsbericht 26.02.2024 - 0800 Orstszeit:

17°40´N 62°41´W - ONO 2-3 - Bewölkung 1/4 - 1021hPa

Um 0834 Setze ich das Leichtwindtuch und segle unterstützt von 1200 Umdrehungen gen St. Marteen. Noch 42sm auf der Uhr. 

Ich plane in den franz. Teil, Saint Martin zu segeln und in der Lagune zu Ankern. 

Dies hat zwei Gründe:

1) Das Passieren der Brücke und die Klarierung auf der franz. Seite sind gratis.

2) Möchte ich gerne meine australischen Freunde, Zane und Fran von der Sea Thyme wieder treffen. 

Bei der Ansteuerung der Insel stellt sich mal wieder dezenter Regen und frischer böiger Wind ein. Gespannt blicke ich aufs Rollfeld des weltbekannten Princess Juliana Airport. 

Schon werde ich Zeuge, wie eine Maschine aufgrund heftigen Rückenwindes durchstarten muss. Pünktlich um 1720 befinde ich mich vor der Brücke, welche um 1730 zuerst für den ausfahrenden Verkehr öffnet. Aus den Karten lese ich heraus, dass die Ansteuerung in die Lague zielich eng ist und man leicht Gefahr läuft, sich festzufahren. So auch ein Kollege , der direkt vor mir seine Hallberg Rassy mal dezent in den Matsch gräbt. Gott sei Dankf kann er sich aus eigener Kraft wieder befreien. 


Am Ankerplatz angekommen begrüße ich meine Freunde und es wird ein feuchtfröhlicher Abend. 

Anfahrt Lagune 

Hebebrücke franz. Seite

Erster Eindruck Marigot


Es ist nun der 27.2.2024 und ich habe gut eine Woche Zeit mein Boot wieder flott zu bekommen, bevor der nächste Besuch naht. Also mal  ein Unterwant abgebaut und mit meinem Dingy die etwa 20min Fahrt auf die holländische Seite in Angriff nehmen. Ich sag mal so, es gibt defintiv bequemer Arten zu Reisen. Die Firma FKG Rigging nimmt meinen Auftrag an und fragt  mich, warum ich nicht gleich beide Unterwanten mitgebracht habe. "Weil sie es mir im mail so geschildert haben!" entgegne ich. Also wieder rein in den Radiergummi und retour, in der Hoffnung, dass ich genug Sprit im Tank habe. 

Das Angebot Zanes Beiboot zu leihen nehme ich gerne an. Schon gehts mit 8PS und Alu Festrumpf in Gleitfahrt die Strecke retour. Danach noch zum Einchecken quer über die ganze Lagune. Die schicken mich noch fälschlicherweise nach Marigot zum Zoll. Einmal dort angekommen, schaue ich mir den Ort an und gehe noch etwas einkaufen. Danach wieder im Speedy retour zum Specht. "So kann Dinghy cruisen..." denke ich mir. 

Die Wanten sind bereits am nächsten Tag fertig und ich bin wirklich über den Service der Firma FKG Rigging begeistert. Trotz anstehender Heineken Regatta hat man sich meinem Anliegen angenommen und professionell erledigt. Daumen hoch dafür. 


Die restliche Woche wird mehr entspannt und Bier getrunken. Dennoch dürfen kleine Ausflüge auf den Simpson Bay Strip, sowie der Landebahn vom Flughafen nicht fehlen. Schon als Kind bin ich dort gerne am Flugsimulator gelandet und nun kann ich das Spektakel live erleben. Es ist definitv einen Ausflug wert. Die Landungen sind spektakulär. Gerade bei den kleineren Buschfliegern habe ich das Gefühl, dass sie für die vielen Schaulustigen extra tief anfliegen. Anders wird es mir beim Start ein zweistahligen Maschine. Da merkt man erst, welch eine Power in den Triebwerken steckt. Sandgestrahlt kann ich mi das Grinsen nicht verkneifen. 

Maho Beach

Clear to Land

Simpson Bay

Simpson Bay

Trauriger Anblick

Gechillter Kollege

Heineken Regatta - Party

Lobster 

30$ / pfund

Sunrise Lagune

Ausführliches über die Insel selbst, folgt in den nächsten Beiträgen.


Tuamotus - Part 1

"Kon Tiki -  Anchorage" - Raroia Die Tuamotus sind für mich der Traum der Südsee, flache Korallenatolle mitten im Südpazifik. Dazu...