Donnerstag, 30. Mai 2024

Heimatbesuch die 4te - Exploring the Grenadines - Part 1

Mai 2024 
 
Nachdem ich nun von Dominica aus über Saint Pierre nach Le Marin segelte, bin ich nun hier und habe für 3 Nächte in der Marina du Marin eingecheckt, um meinem Boot wieder mal etwas Pflege zu gönnen.
Luxusplatz Marina du Marin

Den Hauptpunkt stellt dabei ein kleines Motorservice dar.
 
Rund 200 Motorstunden habe ich wieder auf der Uhr und somit steht ein Ölwechsel inkl. Filtertausch auf dem Programm. Zudem entscheide ich mich nun auch mal das Getriebeöl zu erneuern. Es ist zwar sehr klar, aber die Rund 400h können doch Spuren hinterlassen. Also nutze ich den Vormittag, um die besagten Arbeiten zu erledigen. Nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber es muss dennoch gemacht werden, um Schäden an der Maschine vorzubeugen.  
Engineservice
Am 3.5 ist es dann so weit, ich borge mir ein Auto direkt an der Marina du Marin aus (25€/Tag) und hole meinen vorerst letzten Besuch
vom Flughafen ab. Alex (Kendi) wird mich 3 Wochen begleiten. Wir haben schon einige Zeit gemeinsam auf Booten verbracht und so freue ich mich auf die Zeit.
 
 
Am 4. Mai steht einkaufen auf dem Programm und um 1230Uhr lösen wir die Leinen, gehen noch Tanken und fahren gemütlich in Richtung St. Anne, um den restlichen Tag noch zu entspannen.

Tags darauf machen nehmen wir die erste Etappe in Richtung Rodney Bay (St. Lucia) in Angriff. Die 20sm sollen gut zu schaffen sein. Ein strammer Halbwindkurs, eine wirre Welle und das erste Bier zur Frühstückszeit knocken uns jedoch abwechselnd aus 😉.  
Dennoch kommen wir in der Rodney Bay an, klarieren ein und verbringen einen netten Abend auf der Jet Lagged mit Shannon, Paul, Zane und Fran.  
 
Am 6. Mai geht es früh morgens in Richtung Marigot Bay. Wir finden eine malerische Bucht, tief eingeschnitten, vor. Zugegeben etwas abgehoben, als was wollen wir dort.  
Kurz gesagt, wir verbringen einen vollen Tag in einem Luxus-Resort, wo wir gegen einen Eintritt von 70USD, essen und trinken können, soviel wir wollen. Was folgt, ist ein wirklich cooler Tag, an dem wir uns fühlen wie die Könige. Mit neuen Bekanntschaften und dezentem Damenspitz geht es zur Nachbesprechung auf die Sea Thyme wo wir prombt mal übernachten.  




v.li. Kendi, Lauren, Woody, Zane, Fran

Den Platz haben wir nichtmehr aufgegeben. 

 
Etwas gerädert geht es nächsten Tag in den Süden von St. Lucia. Den Wind voll auf die Nase ist das Ziel die Laborie Bay. Zugegeben, nicht der beste Ort bei den Bedingungen, aber der von Riffen umsäumte Ankerplatz bietet dennoch guten Schutz.  
 
8.5.2024 - 0530UHR 
 
Das Telefon läutet mich aus dem Schlaf: 
Zane: “Wir hatten eine scheiß Nacht. Uns wurde die gesamte Angelausrüstung vom Heck gestohlen. 
Schlaftrunken drehe ich mich aus der Luke in Richtung Heck. 
Christoph: “Schei*** unser Außenborder wurde geklaut!!!”  
 
Es stellt sich heraus, dass das Motorboot, welches wir gegen 0330Uhr hörten, kein Fischer gewesen ist, sondern ein Typ, der just unser Equipment gestohlen hat. Wenn man bedenkt, dass der Außenborder am Heckkorb befestigt war und Kendi im Cockpit schlief, doch etwas beunruhigend. Zane hat den Typen fasst erwischt, ehe er im Dunkel der Nacht verschwand.  
Wir beschließen gleich mal Anker auf zu gehen und in Richtung St. Vincent weiterzuziehen. In Chateaubelair werfen wir den Anker. Nun haben wir keine Möglichkeit mehr motorisiert an Land zu kommen, da auch der Motor der Sea Thyme kaputt ist. Zugegeben etwas genervt von den vielen Leuten, welche am SUP und dergleichen umherschwirren und dauernd etwas von einem wollen, ist das Klarieren easy peasy und schon am nächsten Morgen geht es für uns weiter in Richtung Bequia. 
 
Wir stoppen zuerst noch im Süden von St. Vincent, wo wir einen großarten Schnorchelplatz, sowie eine wunderschöne Bucht vorfinden. Wir sind wirklich begeistert von der Unterwasserwelt. Bis dato der schönste Schnorchelausflug.  

Petit Byahaut (kleine Höhle)




 

Die rund 10sm nach Bequia sind danach ein Genuss und der Tag endet mit einem Besuch in Jack´s Beach Bar mit Zane und Fran. 
 
Bequia: 
Das rund 18km² große Eiland entpuppt sich mit seinen 5000 Einwohnern als echtes Highlight für mich. Die karibischen Vibes schlagen bei mir voll ein. Die Menschen sind irrsinnig offen, freundlich und hilfsbereit. Eine große Auswahl an Kneipen, kleinen Läden, Gemüsehändlern und die gute maritime Infrastruktur (Segelmacher, Bootsausrüster, Motorwerkstatt etc.), platziert diese Insel sehr weit oben in meinem Ranking. Zudem hat sich Kendi eine Angel für lächerliche 80EC geleistet. Ein Investment, welches voll aufgeht. Da uns das Anglerglück auf offener See verlassen hat, probieren wir nun unser Glück mit Angeln vor Anker. Mit Erfolg, denn es dauert nicht lange und schon haben, wir unseren ersten Fisch am Haken. Haufenweise Ambers säumen sich in der Bucht und so dauert es nicht lange und wir haben unser erstes Abendessen 😉 Petri!!! 

Vormittagsprogramm

Abendessen gesichert


 
Schon am nächsten Morgen, es ist bereits der 11.5, gehen wir Anker auf, mit dem Ziel, die rund 32sm entfernte Insel Union Island. Die Segelbedingungen sind spitze. Und lassen uns flott vorwärtskommen. Das Highlight der Überfahrt ist eine Delfinschule (30+ Tiere), welche uns begleitet und uns ihre Tricks zur Schau stellen, ehe sie von einem Entgegenkommer” angezogen werden.  

Union Island

Bereits gegen Mittag kommen wir in der Fridget Bay an, wo wir auch prompt eine freie, kostenlose Boje knapp am Ufer vorfinden. Gut für uns, da wir ja nach wie vor auf unsere Schwimmkünste angewiesen sind. Auch Stefan und Anne von der Mokendeist treffen wir hier wieder. Nach ausgiebiger Erkundung des Mangrovengebietes und den zugegebenermaßen baufälligen Hängebrücken es in die Koje.  
Am nächsten Morgen steht unsere erste Kitesession am Programm. Wir “karren” mein Zeugs auf den “Privatstrand” samt geschlossenener Buschbar und genießen den Tag bei leichten Winden in der Spiegelglatten Lagune. “Ein Träumchen 

Grey Snapper

Kiten im Paradis

Danke an Stefan für das Foto

Fridget Rock


 

Teil 2 folgt!!! 
 
 
 

Montag, 29. April 2024

Ciao Ciao Dominica....

Da Specht mal in Acion



Wir schreiben bereits den 20.4.2024.
Für mich gehts es mal wieder 2h vor der Sea Thyme Anker auf. Um 0600Uhr mache ich mich auf den Weg in Richtung Guadeloupe. Ein feiner Wind aus ONO von zeitenweise 20kt+ lassen den Specht die rund 45sm mit gutem Tempo hinter sich bringen. So komme ich am späteren Nachmittag gegenüber von Pigeon Island an und lasse den Anker direkt vor einem kleinen Hafen fallen. Jet lagged ist bereits hier und die Sea Thyme kommt nur eine knappe Stunde später an, während ich eine Mütze Schlaf nachhole. 

Tags darauf geht es auf Schnorcheltour, die Beste bisher und wir proviantieren etwas da man mit dem Dinghy quasi in den Laden fahren kann. 

22.4.2024
Es geht weiter in Richtung Terre de Haut auf den Ile de Saintes. Der Ankerplatz ist mir bekannt und die Strecke mit ihren gut 23sm überschaubar. 
Ab dem Pointe du Vieux-Fort, der Südwestspitze von Guadeloupe dreht der Wind ordentlich auf und ich setze Stagsegel sowie das Groß ins 2te Reff. 
Gut 25kt hart am Wind stellen sich als purer Spaß heraus, was ich nach vielen Tagen Demotivation wieder einmal in vollen Zügen genieße.
Dezent abgekämpft und mit etwas zuviel Sonne fällt der Anker gegen späten Nachmittag. 








Die Tage passiert nicht viel, außer dasss ich Nachts wenig schlafe, da eine teils ungemütliche Dünung den Specht nur so rollen lässt. 

Endlich treffe ich wieder Martin und Judith von der Spindrift of Hamble. Nach 3 Monaten gibt es da einiges zu erzählen. Die beiden sind derzeit gen Norden unterwegs und zu Beginn der Hurican Saison wollen sie dann auch in den Grenadinen sein. 

Morgenstimmung Ile de Saintes



"Brotkip2ferl" :)



Am Donnerstag den 25.4.2024 geht es um 0930UHR in Richtung Dominica. 
Um die Ecke gebogen, schüttet es wie aus Kübeln und der Wind spielt dezent verrückt. 
Aus einem geplanten, entpsannten Halbwindkurs, wird im Endeffekt ein knackiger "Hart am Wind " Kurs und die Route gestaltet sich als doch recht kräfteraubend. 




Auf Dominica angekommen, verbringen wir einen netten Abend auf der Jet lagged, machen eine kleine Beislralley und besuchen den Indian River. 

Bei meinem letzten Besuch habe ich das zu Fuß in Angriff genommen, aber die Tour mit Boot und Guide Providence ist einmalig. Er ist ein absoluter Enthusiast, was seine Heimat anbelangt und sein tiefes Wissen über Flora und Fauna beeindruckt. Für jeden, der einmal af Dominica ist, ist das quasi ein Pflichttermin. 
Wir sehen und hören einzigartige Vögel, bekommen eine Einführung in die Artenvielfalt der Krabben sowie der Flora. Zum Jungle Breakfast gibt es dann noch frische Kokosnuss mit Bananen. Ein toller Vormittag. 

Krabbenpaar

Szenen aus Fluch der Karibik wurden hier gedreht

Jungle Breakfast2




Iguana 

Crewphoto :)



Schon am gleichen Tag verabschiede ich mich von den 4ren, da ich weiter in Richtung Martinique möchte um am 3.5. meinen neuen Besuch in Empfang zu nehmen. Dazu stoppe ich noch in Rosseau und verbringen eine ruhige Nacht vor Anker.

Peace Skippy :)

Tuamotus - Part 1

"Kon Tiki -  Anchorage" - Raroia Die Tuamotus sind für mich der Traum der Südsee, flache Korallenatolle mitten im Südpazifik. Dazu...